Der richtige Aufstellort und die beste Beleuchtung für den Schreibtisch – Tipps zur Arbeitsplatzgestaltung

Der richtige Aufstellort des Schreibtischs ist ein entscheidender Faktor bei der sinnvollen Arbeitsplatzgestaltung im Büro. Denn auch der beste Schreibtisch kann durch eine falsche Platzierung im Raum das eigentlich vorhandene Arbeitspotential stark beeinträchtigen. Der Schreibtisch ist bei vielen im Arbeitsalltag der Ort, an dem man täglich bis zu acht Stunden oder mehr verbringt und den Großteil seiner Arbeit verrichtet. Die Frage ist nur, wo stellt man den Schreibtisch am besten hin, um die optimale Platzierung im Raum zu erreichen. Da die meisten Arbeitsplätze heutzutage auch gleichzeitig Bildschirmarbeitsplätze sind, gilt es auch die Arbeit am Bildschirm bei der Aufstellung des Schreibtischs zu berücksichtigen. Je nachdem, wo sich im Büro die Fenster und Türen befinden, sollte der Schreibtisch dementsprechend ausgerichtet werden. Soweit es möglich ist, sollte er in Fensternähe stehen und so das Tageslicht mitnutzen können. Entscheidend ist dabei, wie der Schreibtisch zum Fenster aufgestellt wird. Mit dem Rücken zum Fenster ist beispielsweise eine sehr ungünstige Lösung, da das Licht von hinten störende bis langfristig gesundheitsschädliche Spiegelungen erzeugt. Die geeignete Beleuchtung von Büroräumen ist eine Kombination aus Tageslicht, allgemeiner Beleuchtung im Raum und einer individuellen Arbeitsleuchte am Platz. Gemeinsam mit dem richtigen Aufstellort und einem ergonomisch konzipierten Schreibtisch wird so das gesamte Potential des Arbeitsplatzes ausgeschöpft und erlaubt ein produktives, konzentriertes Arbeiten.

Tageslicht am Arbeitsplatz schafft eine angenehme Arbeitsatmosphäree und erhöht die Produktivität.

Tageslicht am Arbeitsplatz sorgt für gute Laune und steigert die Produktivität.

Den Schreibtisch richtig aufstellen am Arbeitsplatz

Den Schreibtisch richtig aufstellen ist eine wichtige Voraussetzung für einen ergonomischen Arbeitsplatz. Die perfekte Position zu finden hängt stark von der Lage von Fenster und Tür im Büro ab. Besonders der psychologische Rückenschutz spielt bei der täglichen Arbeit am Schreibtisch eine wichtige Rolle. Dabei muss man für die sinnvolle Umgestaltung der Büroeinrichtung nicht Feng Shui studiert haben, um mit kleinen Veränderungen die Position des Arbeitsplatzes in den Büroräumen nachhaltig zu optimieren. Für ausreichenden psychologischen Rückenschutz sollte man nicht mit dem Rücken zu Tür oder Fenster sitzen, da so die Versuchung immer groß ist, über die eigene Schulter zu blicken. Auch unbewusst wird so ein Teil der Konzentration immer nach hinten gelenkt, da man die Tür und etwaige Besucher nicht automatisch im Blick hat. Steht der Schreibtisch direkt vor einer Wand, kann dies auch im übertragenen Sinne den Horizont einschränken, da der Blick buchstäblich gegen eine Mauer prallt. Muss der Schreibtisch aus platztechnischen Gründen dennoch so aufgestellt werden, empfiehlt es sich ein entsprechendes Bild anzubringen, um die Perspektive optisch zu erweitern. Der ideale Standort für den Schreibtisch ist mit einer Wand oder einem Regal im Rücken und dem Blick in den Raum hinein. So hat man alles bequem im Blick und profitiert vom psychologischen Rückenschutz, der einem gewissermaßen „den Rücken stärkt“. Wird der Schreibtisch im rechten Winkel zum Fenster aufgestellt, mit dem Blick parallel zur Fensterfront, lässt sich auch so viel Tageslicht wie möglich nutzen, ohne störende Reflexionen zu verursachen. Bei Bedarf kann man einen Blick nach draußen werfen, ohne jedoch durch die ständige frontale Sicht nach draußen vom konzentrierten Arbeiten abgelenkt zu werden.

Die richtige Beleuchtung am Schreibtisch – Schreibtischlampe und Deckenlicht am Arbeitsplatz

Die richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz nach ergonomischen Gesichtspunkten ist vor allem bei stundenlangem Arbeiten am Schreibtisch und vor dem Bildschirm unerlässlich. Stellt man bei der täglichen Arbeit am Schreibtisch fest, dass man regelmäßig mit Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen oder einer ständigen Ermüdung zu kämpfen hat, kann das an der falschen Beleuchtung am Schreibtisch liegen. Werden die Augen permanent überstrapaziert, wirkt sich dies über einen längeren Zeitraum negativ auf die eigene Gesundheit aus, weshalb jedes Unternehmen für eine sinnvolle Ausleuchtung der Büroräume sorgen muss. In der Arbeitsstättenverordnung, der Arbeitsstättenrichtlinie, der Bildschirmarbeitsplatzverordnung und sogar dem Arbeitsschutzgesetz sind unter anderem entsprechende Normen und Verordnungen hierzu festgehalten. Die beste Form der Beleuchtung am Schreibtisch basiert auf einer homogenen Lichtverteilung, die mit der effektiven Nutzung von Tageslicht, ausreichend heller Deckenbeleuchtung und einer persönlichen Arbeitsleuchte direkt am Arbeitsplatz erreicht wird. Um einen vollwertigen ergonomisch beleuchteten Arbeitsplatz zu schaffen, ist daher ein Lichtkonzept optimal, das direkte und indirekte Beleuchtung verbindet. Ziel ist es, die Augen zu schonen und die Konzentrationsfähigkeit während der Arbeit zu fördern. Unterschiedliche Helligkeitszonen am Arbeitsplatz und ein zu starker Hell-Dunkel-Kontrast erfordern eine fortwährende Anpassungsleistung der Augen, die zu rascher Ermüdung des Auges und einer sinkenden Leistungsfähigkeit führt. Deckenlampen, die nicht direkt über, sondern seitlich über dem Schreibtisch angebracht sind, bieten in Kombination mit einer hellen und individuell verstellbaren Schreibtischlampe auch für den Wechsel zwischen am Bildschirm lesen und Papierarbeit jederzeit die passende Helligkeit.

Das richtige Leuchtmittel am Schreibtisch – Wie viel Lux sollen es sein?

Wieviel Lux im Einzelnen am Schreibtisch benötigt werden, hängt vom Arbeitsbereich und der Tätigkeit ab. Für die Begrüßung im Empfangsbereich oder an Schreibtischen direkt in Fensternähe reichen oftmals Leuchtmittel mit 300 Lux aus, an Bildschirmarbeitsplätzen in Büroräumen ist eine Beleuchtungsstärke von mindestens 500 Lux notwendig. Schon ab einem Alter von 35 Jahren steigt zudem der Lichtbedarf eines Menschen, ein Team mit durchschnittlich älteren Mitarbeitern benötigt also eine höhere Lux-Zahl im Vergleich zu Kollegen, die mehrheitlich unter dieser Altersgrenze liegen. Feinmotorische, handwerkliche oder gestalterische Tätigkeiten erfordern eine höhere Beleuchtungsstärke, um diese „besonderen Sehaufgaben“ akkurat und detailgenau durchführen zu können. Dies betrifft nicht nur Arbeiten am Schreibtisch, sondern beispielsweise auch Arztpraxen, die für Aufgaben wie die Blutentnahme eine besonders helle Beleuchtung benötigen. Grafiker, Webdesigner und Fotografen sollten bei der Auswahl ihrer Leuchtmittel zudem den Punkt der Farbwiedergabe beachten. Wird in diesen Bereichen mit einer Beleuchtung gearbeitet, deren Farbwiedergabeindex unter 90 liegt – die bestmögliche Farbwiedergabe ist dabei 100 – kann es zu Farbverfälschungen kommen, die gerade im Bereich Webdesign und Grafik nicht vorkommen dürfen. Hochwertige oder zumindest neuere LED-Lampen können diese Leistung heutzutage problemlos erbringen.